Hoteltests

Bei Hoteltests sollten Sie je nach gebuchter Klasse vorgehen. Das soll heißen, dass es selbstverständlich ist, dass Ihnen in einem Zwei-Sterne-Hotel keine goldenen Wasserhähne und Champagner-Whirlpools begegnen werden. Gehen Sie stattdessen so vor, dass Sie alles, was man von einem Hotel dieser Klasse erwarten darf, auch tatsächlich erwartet haben – und teilen Sie dem Leser dementsprechend mit, welche dieser Erwartungen erfüllt werden konnten, und welche nicht.

Lassen Sie dabei nichts unter den Tisch fallen. Auch bei preiswerten Hotels kann man das Einhalten der Grundregeln der Hygiene erwarten. Mit einem „Ach, das ist zwar nicht so toll, aber dafür war es ja auch billig“ helfen Sie dem Leser nicht.

Den allzu subjektiven Eindrücken sollten Sie sich ebenfalls nicht widmen. Dass die Hotelbar keinen Erdbeerjoghurt hat, ist schade, aber das wird im Ernstfall niemanden davon abhalten, dieses Hotel zu buchen. Diese Information ist daher relativ wertlos und führt beim Leser wahrscheinlich zum gelangweilten Kopfschütteln. Es kommt dabei natürlich auf den Kontext an; so könnte im Anschluss an einen genervten Text ein abschließendes „… und Erdbeereis gab es auch nicht!“ sogar sehr sympathisch wirken, und den Leser zumindest zum Schmunzeln animieren.

Wie Sie sehen, liegt es oft im eigenen Ermessen, was genau in einen ordentlichen Hoteltest gehört, und was eben nicht. Ganz sicher sollten Sie jedoch erwähnen, wie die Verkehrssituation vor Ort ist, ob das Hotel zentral gelegen ist, die Preise in der Umgebung, die Güte des Personals, und – denn das macht sich am Ende immer gut – die Antwort auf die Frage, ob Sie wieder dorthin fahren würden. Denn mit diesem einen Satz werden Sie schließlich ganz banal und nebenbei das Urteil zwischen gutes und schlechtes Hotel fällen.